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27Sep/130

Konzept Reformpädagogik: Bildungsprediger in der Krise

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Nüchterne Aufgabe

Verstehen im Sinne der Pädagogik bedeutet auch, dass ich mich um eine Lernatmosphäre bemühe, die Kinder ermutigt, sich selber und ihre Welt besser zu verstehen. Es ist also vielmehr eine Frage der inneren Haltung und der klaren Strukturen als die der sogenannten Beziehung zu Kindern. Pädagogik ist eben eine sehr nüchterne Aufgabe, bei der das Handwerkliche die größte Bedeutung hat. Ein guter Pädagoge zeichnet sich vornehmlich dadurch aus, dass er gelernt hat, sich selber zu verstehen. Denn nur dann kann er auch die Kinder verstehen.

Sich selber und die Kinder verstehen lernt man dadurch, dass man eine kreative Distanz zu sich selber, den Kindern – also insgesamt zu seinen Handlungen – bewahrt, damit man seine Fehler entdecken und mit analytischem Verstand sein Tun betrachten kann.

Das sind hohe Anforderungen an die Person der Lehrenden. Doch zugleich sind sie, gemessen an der Verantwortung der Pädagogen, das Mindeste, was man erwarten kann. Denn die Zukunft der Kinder können wir nicht vertagen oder dem Zufall überlassen.

Pädagogisches Handeln ist in der Tat die Suche nach kognitiven und emotionalen Verbindungslinien, die Zusammenhänge sichtbar machen, die für die Lehr- und Lernprozesse bedeutsam sind. Wieder einmal lerne ich, dass Lexika hilfreicher sind als pädagogische Statements.

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